Veröffentlicht am: 29.08.2018

Interview: Marcus Heide
Foto: Julia Jacob

Julia Jacob

Interviewpartnerin Julia Jacob ist Projektleiterin der „Security Essen“, die vom 25. bis 28. September 2018 ihre Pforten öffnet.

„Komakt an einem Ort, was die Branche zurzeit umtreibt“

Marcus Heide im Interview mit
Julia Jacob · Projektleiterin der „Security Essen“

Alle zwei Jahre wieder: Die Fachmesse „Security“ öffnet Ende September in Essen ihre Pforten. Projektleiterin Julia Jacob informiert, warum der Besuch auch für Wachleute attraktiv sein kann

Marktplatz Sicherheit: Frau Jacob, warum sollten Wachleute die „Security“ besuchen?

 

Julia Jacob: Die „Security“ versammelt die gesamte Sicherheitsbranche in Essen. Alle Produkte und Dienstleistungen, die für die tägliche Arbeit benötigt werden, sind in der Messe Essen zu sehen. Wer auf dem neusten Stand sein will, sollte die vielen Innovationen, die die Messe hervorbringt, nicht verpassen.

 

Welche Ausstellungsthemen/Aussteller sprechen Wachleute an?

Auf der „Security“ finden Sicherheits-Fachangestellte – ob sie dem Objektschutz oder der Geld- und Werttransportlogistik angehören – alles, was sie für die Bewältigung verschiedenster Szenarien im Job-Alltag benötigen. Dazu gehören unter anderem Schutz- und Dienstkleidung (Halle 1), Nahverteidigungsmittel (Halle 1), Funksprechgeräte (Halle 1), Hard- und Software für Leitstellen (in allen Hallen), Brand-, Überfall- und Glasbruchmeldeanlagen (Halle 6), Ident-Management-Systeme (Hallen 2, 3, Galeria), Schließanlagen (Hallen 2, 3, Galeria) sowie Geldzählmaschinen (Halle 1) und Spezialfahrzeuge (Halle 1). Darüber hinaus gibt es ein sehr großes Angebot an hochauflösenden und intelligenten Kameras. Das Thema Video finden Besucher in der gesamten Halle 5 und Teilen der Halle 7. Als informative Anlaufstellen sind noch der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) mit seinen zahlreichen Mitaustellern sowie die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste (BDGW) und der Bundesverband Mittelständischer Werte-Logistiker e. V. (alle Halle 1) zu nennen.

 

Wie können Wachleute vom erstmals stattfindenden Karriereforum profitieren?

Die Branche verzeichnet einen Umsatzzuwachs von rund sechs Prozent und steht nun vor der Herausforderung, geeignetes Personal zu finden, um der Nachfrage nach Sicherheits-Dienstleistungen gerecht zu werden. Als internationale Leitmesse ist es uns eine Herzensangelegenheit, unseren Teil dazu beizutragen und Initiative zu zeigen. Fachkräftemangel ist ein ernstzunehmendes Thema. Mit dem „Tag der Ausbildung“ und dem „Karriereforum“ – beides am 25. September – haben wir zwei Rahmenprogrammformate ins Leben gerufen, die dem entgegenwirken sollen. Unternehmen haben die Möglichkeit, junge Leute für Berufe im Sicherheitssektor zu begeistern und neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Schüler, Studenten und Absolventen bekommen die Chance, Unternehmen kennen zu lernen und sich vorzustellen – für beide Seiten eine Win-Win-Situation in einem Umfeld, das ziel- und fachgerichteter nicht sein könnte. Die Bildungsträger der Sicherheitswirtschaft präsentieren sich gemeinschaftlich auf dem Karriereforum, sodass Interessierte alle relevanten Anlaufstellen gebündelt vorfinden, Fragen stellen können und Informationen aus erster Hand erhalten. Weiterführende Vorträge im Forum wie „Existenzgründung in der Sicherheitsbranche“ oder „Wege der Qualifizierung“ sowie ein Job-Board mit Stellenanzeigen runden das Programm ab.

 

Warum sind Sicherheits-Dienstleister als Aussteller so schwach vertreten?

Die „Security“ gehört zu den wenigen Messen, auf denen Sicherheits-Dienstleister überhaupt als Aussteller mit einem eigenen Stand vertreten sind, sind sie doch eher den Besuchern zuzuordnen. Sicherheits-Dienstleister besuchen die „Security“, um sich hier über Innovationen zu informieren und sich mit anderen auszutauschen. Bei einer Leitmesse mit einer 360-Grad-Ausrichtung sind natürlich die „Großen“ der Branche wie Kötter Security und Stölting auch als Aussteller dabei. Das hat eher etwas mit Image, Netzwerken und Personalgewinnung zu tun als mit dem konkreten Ziel, die eigenen Dienstleistungen zu verkaufen. Die Sicherheits-Dienstleister werden darüber hinaus gebührend von ihrem Berufsverband, dem BDSW, vertreten.

 

Wenn schon die wenigsten Dienstleister als Aussteller dabei sind – warum lohnt sich die Messe dennoch für sie als Besucher?

Um up to date zu bleiben, was neueste Sicherheitstechnik angeht und um neue Kontakte zu knüpfen, ist die „Security Essen“ eine hervorragende Plattform für alle im Sicherheitssektor Tätigen. Kompakt an einem Ort erfährt man hier, was die Branche zurzeit umtreibt.

 

www.security-essen.de

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