18.03.2020

Neues Kurzarbeitergeld

Rückwirkend zum 01.03.2020 hat die Bundesregierung das Kurzarbeitergeld ausgeweitet. Unternehmen haben einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, wenn ihnen infolge von Lieferengpässen oder behördlichen Maßnahmen ein Arbeits- oder Entgeltausfall droht. Die Beschäftigten arbeiten vorübergehend weniger, um das Ziel der Erhaltung der Arbeitsplätze zu erreichen.

 

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt 60-67 Prozent des Nettoverdienstausfalls und erstattet vollständig die Sozialversicherungsbeiträge. Das Kurzarbeitergeld wird für maximal 12 Monate gezahlt. Die Arbeitnehmer müssen das Kurzarbeitergeld nicht versteuern.

Bis Ende 2021 gelten folgende Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld:

  • Es müssen nur noch 10 Prozent (statt 30 Prozent bisher) der Beschäftigten von der Arbeitszeitreduzierung betroffen sein.
  • Der Aufbau von negativen Arbeitszeitkonten entfällt. Bisher mussten Unternehmen erst die Arbeitszeitsalden Ihrer Beschäftigten ins Minus fahren.
  • Die Arbeitgeber-Sozialversicherungsbeiträge werden vollständig von der Arbeitsagentur übernommen.
  • Auch Leiharbeiter können Kurzarbeitergeld erhalten.

 

So beantragen Sie Kurzarbeitergeld:

  • Zunächst melden Sie Kurzarbeit vorab bei Ihrer zuständigen Arbeitsagentur, die dann die Voraussetzungen prüft.
  • Ihr Antrag muss spätestens am letzten Tag des Monats eingehen, in dem die Kurzarbeit beginnt.
  • Sie müssen Kurzarbeit und dabei vor allem den erheblichen Arbeitsausfall glaubhaft begründen.
  • Nach Prüfung Ihres Antrags erteilt die Arbeitsagentur einen Anerkennungsbescheid über die Gewährung von Kurzarbeitergeld.
  • Sie müssen als Arbeitgeber dann monatlich die Kurzarbeit ermitteln und vorfinanzierend an Ihre Mitarbeiter auszahlen.
  • Die Arbeitsagentur erstattet Ihnen diese Beträge dann auf Antrag nachträglich

 

Weitere Informationen finden Sie HIER

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